Innerkoreanisches
Noch keine Entscheidung über Schicksal des Reaktorbauprojekts in Nordkorea
Write: 2005-11-23 16:53:23 / Update: 0000-00-00 00:00:00
Das Schicksal des Bauprojekts für Leichtwasserreaktoren in Nordkorea ist weiterhin offen.
Der Vorstand des internationalen Konsortiums für den Reaktorbau, der Koreaenergieentwicklungsorganisation (KEDO), konnte bei der zweitägigen Sitzung am Montag und Dienstag in New York keine Entscheidung über die Zukunft des seit zwei Jahren unterbrochenen Projekts treffen. Weitere Diskussionen über finanzielle sowie gesetzliche Fragen im Falle des endgültigen Baustopps seien nötig, teilte KEDO-Generalsekretär Kim Young-mok mit. Die Vorstandsmitglieder Südkorea, USA, Japan und die Europäische Union (EU) wollten Meinungen hierüber austauschen, bevor noch in diesem Monat eine Entscheidung getroffen werde, hieß es weiter.
Nordkorea und die USA hatten im Rahmen des Genfer Abkommens von 1994 vereinbart, als Gegenleistung für Nordkoreas Nuklearverzicht zwei Leichtwasserreaktoren zur Stromversorung im kommunistischen Land zu bauen. Das Projekt wurde 2003 offiziell unterbrochen, als sich ein erneuter Streit um das nordkoreanische Atomprogramm zugespitzt hatte.
Südkorea übernimmt 70 Prozent der gesamten Baukosten in Höhe von 4,7 Milliarden Dollar. Das Bauprojekt ist bislang zu einem Drittel ausgeführt worden. Experten rechnen damit, dass der KEDO-Vorstand eine endgültige Einstellung des Bauprojekts beschließen wird.
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