Innerkoreanisches
„USA Today“: Mangelnde Kommunikation zwischen USA und Nordkorea erschwert Lösung im Atomstreit
Write: 2006-01-17 18:23:39 / Update: 0000-00-00 00:00:00
Die mangelnde Kommunikation zwischen den USA und Nordkorea erschwert nach Berichten der Zeitung „USA Today“ den Weg zu einer Lösung im internationalen Streit um das nordkorenaische Atomprogramm.
„USA Today“ wies insbesondere darauf hin, dass die wenigen offiziellen Kommunikationskanäle zwischen den USA und Nordkorea, die zur Zeit der Clinton-Regierung geschaffen worden seien, unter der Bush-Administration kaum mehr funktionierten. Die Bergung sterblicher Überreste von US-Kriegsgefallenen des Korea-Krieges in Nordkorea sei eingestellt und die Nahrungsmittelhilfe für Nordkorea eingefroren worden. Auch der endgültige Stopp des Baus von zwei Leichtwasserreaktoren in Nordkorea habe dazu geführt, dass die beiden Staaten nun kaum mehr Gelegenheiten hätten, miteinander Kontakt aufzunehmen.
Der ehemalige Generalsekretär des internationalen Konsortiums für den Reaktorenbau in Nordkorea, KEDO, Charles Kartmann, habe gesagt, dass die USA und Nordkorea einst voller Hoffnung waren, dass die Kontakte über die KEDO zur Verbesserung der bilateralen Beziehungen beitragen werden. Man müsse jedoch nun einsehen, dass in dieser Hinsicht kaum mehr Hoffnung besteht, hieß es.
Der Chefunterhändler der USA für die Atomgespräche, Christopher Hill, hat laut „USA Today“ Nordkorea dafür verantwortlich gemacht. Nordkorea isoliere sich selbst. Je schneller die Nordkoreaner den fehlenden Nutzen ihrer Atomwaffen einsähen, desto optimistischer würden sie in die Zukunft blicken können, hieß es.
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