Ein Treffen des innerkoreanischen Ausschusses für die wirtschaftliche Zusammenarbeit ist gestern ohne konkrete Ergebnisse zu Ende gegangen.
Themen waren das im Juli letzten Jahres von Südkorea vorgelegte Angebot, die nordkoreanische Leichtindustrie zu unterstützen, sowie die gemeinsame Förderung von Rohstoffvorkommen in Nordkorea. Schon vor dem Beginn der Gespräche am Donnerstag und Freitag im nordkoreanischen Gaesung hatten Experten nicht mit einer Einigung der beiden Seiten auf das Volumen und die Modalitäten zur Lieferung von Leichtindustrieprodukten gerechnet. Nordkorea forderte die Gratislieferung von Materialien für 60 Millionen Paare Schuhe, 20.000 Tonnen Seife sowie 30.000 Tonnen Bekleidung. Nach Angaben des Vereinigungsministeriums in Seoul konnte der Süden jedoch das Prinzip durchsetzen, dass Leichtindustrieprodukte beziehungsweise Materialien bezahlt werden müssten.
Südkorea hat zudem den Norden aufgefordert, die Vereinbarungen für die Verbindung der grenzüberschreitenden Bahnlinien und Straßen so bald wie möglich in die Tat umzusetzen. Die Lieferung von Leichtindustrieprodukten hat Südkorea mit dem Zustandekommen von Militärgesprächen verknüpft, bei denen über Sicherheitsgarantien für die gemeinsamen Wirtschaftsprojekte gesprochen werden sollen.