Der frühere südkoreanische Präsident Kim Dae-jung will frühestens im kommenden April erneut Nordkorea besuchen.
Kim hoffe, Mitte oder Ende April mit dem Zug über die wiederhergestellte innerkoreanische Schienenstrecke nach Nordkorea reisen zu können, teilte heute Kims Sekretär Choi Gyung-hwan mit. Der Eisenbahnverkehr zwischen beiden koreanischen Staaten ist bisher allerdings nicht offiziell in Betrieb genommen worden.
Mit der Regierung werde zurzeit der geplante Besuch Kims in Nordkorea abgesprochen. Eine Regierungsdelegation soll den Ex-Präsidenten auf seiner Reise, die der innerkoreanischen Annäherung dienen soll, begleiten. Ein Regierungsbeamter in Seoul sagte, die Regierung habe Pjöngjang über die Besuchsabsichten Kims informiert. Eine offizielle Einladung steht bisher aus.
Kim Dae-jung, der zwischen 1998 bis 2003 Staatsoberhaupt war, besuchte im Juni 2000 als erster südkoreanischer Staatspräsident Pjöngjang, um mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-il über Aussöhnungsmaßnahmen und Schritte zur Annäherung zu sprechen. Kim erhielt unter anderem für seine „Sonnenscheinpolitik“ im Jahr 2000 den Friedensnobelpreis.