Die USA haben Nordkorea im Disput um angebliche Geldfälscherei des kommunistischen Landes zum Handeln aufgerufen. Es liege in der Macht der nordkoreanischen Regierung, die illegalen Finanzaktivitäten zu stoppen, sagte der Sprecher des amerikanischen Außenministeriums, Sean McCormack, gestern in Washington. Die USA forderten Nordkorea auf, dies zu tun.
Nordkorea hatte am Donnerstag erneut die Beschuldigungen aus Washington, wonach der Staat in illegale Finanzaktivitäten verwickelt sei, zurückgewiesen. Die USA hätten die Anschuldigungen fabriziert, um die Regierung in Pjöngjang zu verleumden, wurde ein Sprecher des nordkoreanischen Außenministeriums von der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA zitiert. Die nordkoreanische Regierung habe selbst ausreichend legale und institutionelle Mechanismen, um illegale Aktivitäten wie Geldwäscherei und Falschmünzerei zu bekämpfen.
Die USA verdächtigen Nordkorea, nicht nur US-Dollarscheine zu fälschen und das Falschgeld weltweit zu verbreiten, sondern auch mit Drogen zu handeln. Im September hatten die US-Behörden Sanktionen gegen eine Bank in Macau verhängt, die Nordkorea bei der Verbreitung gefälschter Dollarnoten geholfen haben soll.
Die südkoreanische Regierung äußerte unterdessen ihre Hoffnung, das Nordkorea seine Absicht zur Teilnahme an der internationalen Kampagne gegen Geldwäsche-Aktivitäten in die Tat umsetze.