Die südkoreanische Regierung hat zurzeit nicht die Absicht, über einen Zusammenschluss der beiden Koreas zu diskutieren.
In der jetzigen Wiedervereinigungsphase sei der Friedensaufbau wichtig, sagte Vereinigungsminister Lee Jong-seok. Die Wiedervereinigungspolitik der Roh Moo-hyun-Regierung habe zwar die friedliche Gemeinschaft der Teilstaaten zum Ziel. Diskussionen über einen Zusammenschluss, etwa in Form einer Konföderation in der Anfangsphase, seien aber nicht geplant, hieß es.
Wie Lee bei der Jahreskonferenz der im Ausland stationierten südkoreanischen Diplomaten in Seoul erklärte, traten in Nordkorea eine Reihe von Veränderungen ein. Insbesondere innerkoreanische Kooperationsprojekte wie das Geumgang-Reiseprojekt oder der Industriekomplex Gaesung hätten in der nordkoreanischen Gesellschaft Veränderungen von unten herbeigeführt. Die nordkoreanische Wirtschaft bewege sich mit langsamen Schritten in Richtung Marktwirtschaft, fügte der Minister hinzu.
Nach Lees Einschätzung, wirkten sich Südkoreas Hilfsmaßnahmen auf den Öffnungsprozess in Nordkorea positiv aus.