Der frühere südkoreanische Präsident Kim Dae-jung hat seinen geplanten Nordkoreabesuch auf Juni verschoben.
Um politische Missverständnisse zu vermeiden, wolle Kim erst nach den Kommunalwahlen am 31. Mai den Norden besuchen, teilte sein Sekretär Cho Kyung-hwan mit. Kim bedanke sich für die große Unterstüzung der Parteien sowie der Bevölkerung für seine Pläne. Er wolle daher auch die Entscheidung über den Zeitpunkt des Besuchs auf der Grundlage eines nationalen Konsenses treffen, hieß es.
Kim hatte ursprünglich geplant, im April Nordkorea zu besuchen. In politischen Kreisen wurde kritisiert, dass ein Pjöngjang-Besuch Kims vor den Kommunalwahlen im Mai deren Ergebnis zugunsten der Regierungspartei verschieben könne. Die Oppositionsparteien begrüßten die Entscheidung des früheren Staatsoberhauptes, erst nach Mai den Norden zu besuchen. Die Regierungspartei warf der Opposition politisches Kalkül vor.
Das Präsidialamt bekräftigte erneut seine volle Unterstützung für einen Nordkoreabesuch des früheren Präsidenten.