Innerkoreanisches
Nordkorea wegen Streits mit südkoreanischen Journalisten empört
Write: 2006-03-24 18:25:33 / Update: 0000-00-00 00:00:00
Nordkorea hat sich empört über den Boykott südkoreanischer Journalisten gegen das derzeit stattfindende innerkoreanische Familientreffen geäußert.
Berichten der norkoreanischen Nachrichtenagentur Chosun-Chungang zufolge wurden die Journalisten damit gedroht, dass sie nie wieder zur Berichterstattung über Familientreffe ins nordkoreanische Gebirge gelassen werden. Entsprechendes habe Choi Sung-ik, der Vertreter der veranstaltenden Behörde Nordkoreas gesagt. Die Südkoreaner müssten volle Verantwortung tragen, denn sie hätten den Streit provoziert, damit die Durchführung der Veranstaltung erschwert und die Aussichten für die Entwicklung der innerkoreanischen Beziehungen getrübt. Die Südkoreaner hätten auch das Wohlwollen Nordkoreas ignoriert, das trotz des bevorstehenden gemeinsamen Manövers Südkoreas und der USA die Veranstaltung aus humanitärer Sicht wie geplant zustande brachte, hieß es.
Südkoreanische Journalisten hatten am Donnerstag aus Protest gegen Pressezensur die 13. Familienzusammenführung boykottiert. Die 19-köpfige Journalisten-Delegation reiste daraufhin in den Süden zurück. Sie werfen Nordkorea eine Verhinderung der freien Berichterstattung der Südkoreaner vor.
Der Norden verhinderte am Montag die Satellitenübertragung der Beiträge der südkoreanischen Fernsehsender KBS, MBC und SBS über den nordkoreanischen Teilnehmer Chun Moon-seok, der als „von Nordkorea Entführter“ bezeichnet wurde. Nordkorea leugnet die Existenz von aus Südkorea Entführten im Land. Der Fischer wurde im Jahre 1969 im Westmeer entführt und nach Nordkorea verschleppt. Wegen des Streits um die Bezeichnung „Entführter“ konnte ein Teil der Zusammenführungsprogramme am Dienstag nicht planmäßig durchgeführt werden.
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