Die USA halten es für denkbar, im Rahmen der Sechser-Atomgespräche auch den Disput um die bestehenden amerikanischen Finanzsanktionen gegen Nordkorea zu thematisieren.
Dies teilte der südkoreanische Chefunterhändler der Atomgespräche Chun Young-woo in Washington mit. Chun führte am 23. und 24. März mit US-Politikern, darunter seinem Gegenüber, Christopher Hill, Gespräche. Sollten die Atomgespräche wiederaufgenommen werden und die Teilnehmerstaaten dabei ein gemeinsames Programm zur Umsetzung der Vereinbarungen aus der letzten Gesprächsrunde vereinbaren, könnten nach den Vorstellungen der USA in Unterausschüssen detaillierte Diskussionen stattfinden, sagte Chun. Der amerikanisch-nordkoreanische Disput um die angeblichen Geldfälschungsaktivitäten durch Nordkorea könne im Rahmen der Diskussionen über die Normalisierung der bilateralen Beziehungen beider Staaten thematisiert werden. Die US-Regierung glaube, dass dieser Vorschlag ein guter Anlass für Nordkorea zur Rückkehr zu den Verhandlungen sein könnte.
Hinsichtlich Spekulationen über die baldige Wiederaufnahme der Gespräche hielt sich der südkoreanische Diplomat jedoch zurück. Kaum eine Seite erwarte, dass Nordkorea noch vor dem Besuch des chinesischen Staatspräsidenten in Washington Zugeständnisse machen werde, hieß es.