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Innerkoreanisches

Südkorea schlägt Nordkorea gemeinsame Nutzung des Flusses Han an der Grenze vor

Write: 2006-04-22 21:11:46Update: 0000-00-00 00:00:00

Der südkoreanische Vereinigungsminister Lee Jong-seok hat Nordkorea die gemeinsame Nutzung des Unterlaufs des Flusses Han an der innerkoreanischen Grenze vorgeschlagen.

In seiner Auftaktrede zum 18. innerkoreanischen Ministertreffen in Pjöngjang sagte Lee heute, man könne gemeinsam Baumaterial wie Sand und Kies gewinnen und zudem zusammen Hochwasserschutzmaßnahmen einleiten. Dies vespreche beiden Seiten einen großen wirtschaftlichen Nutzen, betonte er. Lees Vorschlag betrifft das Flussgebiet, das sich seit dem Waffenstillstandsabkommen von 1953 in einer neutralen Zone befindet.

Lee schlug darüber hinaus die Einrichtung einer Sonderzone in der nordkoreanischen Stadt Dancheon zur gemeinsamen Ressourcenerschließung vor. Solche Sonderzonen könnten als eine Grundlage für die Vertiefung der innerkoreanischen Zusammenarbeit dienen. Sollte Nordkorea in der Frage der Entführten und Kriegsgefangenen aus Südkorea eine kühne Entscheidung treffen, werde Südkorea mit einem entsprechenden Angebot antworten, sagte er weiter. Lee forderte Nordkorea auch zur Rückkehr zu den Sechser-Atomgesprächen auf.

Der nordkoreanische Chefunterhändler Kwon Ho-woong rief zur Abschaffung institutioneller Barrieren im innerkoreanischen Austausch in Politik, Militär und Wirtschaft auf. Ab dem nächstem Jahr, dem 7. Jubiläum des innerkoreanischen Gipfels, sollten jegliche gemeinsamen Militärübungen mit dem Ausland eingestellt werden. Es müssten in allen Bereichen freizügige Investitionen sowie eine Wirtschaftszusammenarbeit ermöglicht werden. Nordkorea schlug darüber hinaus ein gemeinsames Vorgehen gegen die Geschichtsklitterung sowie den Anspruch Japans auf Dokdo vor.

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