Südkorea wird dem Norden Rohstoffe für die Leichtindustrie liefern, sollten Testfahrten auf den grenzüberschreitenden Bahnstrecken durchgeführt werden.
Bei innerkoreanischen Wirtschaftsgesprächen auf der Insel Jeju haben beide Seiten Einigungen unter anderem über Südkoreas Unterstützung für die Förderung der nordkoreanischen Leichtindustrie und die Förderung von Bodenschätzen erzielt.
Nach dem neun Punkte umfassenden Vereinbarungsdokument sollen die Einigungen nur dann in Kraft treten, wenn „erforderliche Bedingungen erfüllt sind“. Gemeint ist damit, dass die Rohstoff-Lieferung erst erfolgt, wenn Nordkorea militärische Sicherheitsgarantien für die Zug-Testfahrten ausarbeitet. Laut Vereinbarungen soll Südkorea ab August Rohstoffe für die Seifen-, Schuh- und Bekleidungsindustrie im Wert von 80 Millionen US-Dollar liefern.
Vereinbart wurde auch, die gemeinsame Nutzung des Unterlaufs des Flusses Han an der innerkoreanischen Grenze voranzutreiben, sobald militärische Sicherheitsgarantien vorliegen.
Am 20. und 21. Juli werden beide Seiten zudem Arbeitsgespräche über den Bau des Industriekomplexes Gaesung veranstalten, um über die Grenz- und Zollkontrolle sowie Stabilität bei der Bereitstellung von Arbeitskräften zu diskutieren.
Termine im Juli für Gespräche zur gemeinsamen Vorbeugung von Naturkatastrophen sowie für den gemeinsamen Vorstoß in ein Drittland in den Bereichen Wirtschaft und Ressourcen-Erschließung wurden ebenfalls festgelegt.
Die 13. Runde der Wirtschaftsgespräche soll im September in Pjöngjang stattfinden.