Angesichts der Anzeichen für einen nordkoreanischen Raketentest hat die südkoreanische Regierung dem Norden ihre „ernsthafte Besorgnis“ übermittelt.
Wie aus politischen Kreisen in Seoul verlautet, soll Seoul schon im Mai über einen innerkoreanischen Kanal die Besorgnis „deutlich“ übermittelt haben. Über welchen Kanal die Botschaft übermittelt wurde und welchen Inhalt diese hatte wurde nicht bekannt. Beobachter gehen davon aus, Seoul habe die Einstellung des Vorhabens gefordert, mit dem Argument, dass dies die US-Hardliner reizen und schließlich die Beilegung des Nuklearstreits erschweren könnte.
Seoul würde zudem die Besorgnis auch während des stattfindenden innerkoreanischen Wiedereinigungsfestes in Gwangju zum Ausdruck bringen. Nordkoreas Delegation leitet Kabinettsminister Kwon Ho-ung.
Die Regierung in Seoul sei jedoch fest davon überzeugt, dass innerkoreanische Wirtschaftsprojekte auf privater Ebene, wie das Projekt des Industriekomplexes Gaesung, unabhängig von der Raketenfrage fortgesetzt werden sollten.