Inmitten der Zuspitzung des Streits um Nordkoreas Vorbereitungen für einen Raketenstart haben die USA das Gesprächsangebot des Nordens abgelehnt.
Außenamtssprecher Adam Ereli sagte, Washington strebe weiterhin nach einer multinationalen Herangehensweise in der Nordkoreafrage. Bilaterale Gespräche mit Nordkorea seien dabei ausgeschlossen.
Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, John Bolton, betonte, die USA wollten nicht akzeptieren, dass einerseits gedroht werde und andererseits Gespräche angeboten werden. Bolton warnte zum wiederholten Mal, dass der UN-Sicherheitsrat auf einen Raketenabschuss mit entschiedenen Maßnahmen reagieren würde.
Auch der US-Chefunterhändler für die Sechs-Länder-Gespräche über das nordkoreanische Nuklearprogramm, Christopher Hill, sagte zu Nordkoreas Einladung, das Land solle seine Ideen im Rahmen der Sechser-Gespräche offenlegen. Die Frage, ob die USA für den Fall des Raketenabschusses eine militärische Option erwägen, beantwortete Hill nicht.
Der stellvertretende nordkoreanische Botschafter bei den Vereinten Nationen Han Song-ryul hatte am Dienstag Gespräche mit den USA über den Streit wegen seines möglichen Teststarts einer Langstreckenrakete vorgeschlagen.