Innerkoreanisches
Nordkorea: Verbleib von drei südkoreanischen Entführten lässt sich nicht mehr ermitteln
Write: 2006-07-04 17:57:10 / Update: 0000-00-00 00:00:00
Nordkorea hat mitgeteilt, dass sich der Verbleib von drei der fünf Südkoreaner, die in den 1970er Jahren mutmaßlich in den Norden entführt worden waren, nicht mehr ermitteln lasse.
Nach Angaben des Vereinigungsministeriums hat das Ministerium die fünf Personen, die als Oberschüler entführt worden sein sollen, auf die Liste der getrennt lebenden Familienmitglieder gesetzt. Seoul soll Pjöngjang im Rahmen der innerkoreanischen Familienzusammenführung um Nachforschungen zum Verbleib der vier Vermissten gebeten haben. Einer von ihnen ist Kim Yeong-nam, der Ende Juni seine im Süden lebende Mutter treffen konnte.
Im Falle der fünften Person, Lee Myong-woo, hat die Regierung noch nicht um eine Bestätigung seiner Existenz gebeten, weil seine Familie erst vor kurzem eine Familienzusammenführung beantragt habe.
Der damals 17-jährige Lee Myung-woo und ein Freund wurden zuletzt im Jahre 1978 auf der Hongdo-Insel gesehen. Am selben Ort waren im Jahr davor zwei weitere Oberschüler entführt worden.
Das südkoreanische Parlament will den genauen Sachverhalt der mutmaßlichen Entführung der fünf Oberschüler untersuchen.
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