Nordkorea hat am Mittwochmorgen bislang fünf Raketen abgefeuert.
Wie ein südkoreanischer Regierungsbeamter angab, könnte eine der Raketen eine ballistische Langstreckenrakete vom Typ Taepodong-2 sein. Bei den restlichen vier handle es sich um Scud-Raketen oder Raketen vom Typ Rodong.
Medienberichte über den Abschuss einer sechsten Rakete sind bislang nicht bestätigt worden. Den Berichten zufolge sei die Taepodong-2 im Ostmeer niedergegangen, was einen Misserfolg bedeutete.
Der Regierungsbeamte geht davon aus, dass Nordkorea angesichts der Spannungen mit den USA um finanzielle Sanktionen seine „Fähigkeiten“ demonstrieren wolle. Auch könne das Ziel sein, anlässlich des 12. Todestages von Kim Il-sung, dem Staatsgründer und Vater des Machthabers Kim Jong-il, den inneren Zusammenhalt zu stärken.
Der südkoreanische Regierungsbeamte fügte hinzu, dass die Raketenabschüsse nicht als Angriffe auf bestimmte Ziele, sondern Tests betrachtet werden sollten. Alle fünf Raketen seien in Richtung des Ostmeeres abgefeuert worden, hätten aber kein bestimmtes Ziel gehabt.
CNN schloss unterdessen nicht aus, dass in Nordkorea eine groß angelegte Militärübung stattfindet.
Das Weiße Haus hat in einer Dringlichkeitssitzung Nordkoreas Raketenabschüsse als klare Provokation bezeichnet. Sprecher Tony Snow sagte, Nordkorea isoliere sich erneut.
Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, John Bolton, verhandelt zurzeit mit Vertretern der ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates.
Japans Regierungssprecher Abe äußerte tiefstes Bedauern über den Test. Raketenabschüsse Nordkoreas gefährdeten Frieden und Stabilität in der Welt, hieß es.
Die USA und Japan hatten für den Fall eines Raketenstarts in Korea mit der Einschaltung des Weltsicherheitsrates gedroht.