Offenbar soll wegen der nordkoreanischen Raketenkrise der UN-Sicherheitsrat eingeschaltet werden.
Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap zitierte einen Sprecher der französischen Vertretung bei den Vereinten Nationen mit den Worten, dass Japan den Schritt gefordert habe. Der japanische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Kenzo Oshima, werde einen Resolutionsentwurf gegen Nordkorea einreichen, hieß es.
Wie aus New York weiter verlautete, habe der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, John Bolton, informelle Gespräche mit Großbritannien, Frankreich, China und Russland aufgenommen.
Während der ersten nordkoreanischen Raketenkrise 1998 hatte der UN-Sicherheitsrat in einer Erklärung im Namen des Vorsitzenden Nordkorea dazu aufgerufen, seine Drohungen gegen Nachbarländer einzustellen.
Ranghohe US-Regierungsbeamte führen zur Stunde Gespräche mit Vertretern der Teilnehmerstaaten an den Sechser-Nukleargesprächen, darunter Südkorea, China und Japan. Der südkoreanische Sicherheitsberater Song Min-soon hält sich zurzeit in Washington auf.
Mit seinen Raketenstarts hat Nordkorea sein Raketentestmoratorium unwiderruflich beendet. Den Teststopp für Langstreckenraketen hatte sich das Land 1999 selbst auferlegt.