Das südkoreanische Präsidialamt hat Aussagen eines japanischen Regierungsbeamten über einen Präventivschlag gegen Nordkorea scharf kritisiert.
Japan enthülle damit in gewisser Weise Invasionsabsichten. Berücksichtige man die Tatsache, dass Japan seinerzeit die koreanische Halbinsel unter dem Vorwand besetzt hatte, seine Landsleute zu schützen, sei dies eine ernste Bedrohung für den regionalen Frieden, sagte Präsidialsprecher Chung Tae-ho.
Die südkoreanische Regierung habe bereits Nordkoreas Raketentests als Provokation bezeichnet, die nicht zu tolerieren seien. Seoul wolle aber auch entschieden gegen jeden Versuch vorgehen, bei dem durch rücksichtslose und provozierende Äußerungen über einen „Präventivschlag“ die Krise auf der koreanischen Halbinsel zugespitzt und Militarismus gerechtfertigt wird.
Japans Regierungssprecher Abe hatte gestern gesagt, ein Angriff auf nordkoreanische Raketenabschussrampen gehöre zum Recht auf Selbstverteidigung. Die Ansicht teilt auch Japans Verteidigungsminister Fukushiro Nukaga.