Die 19. Runde der innerkoreanischen Ministergespräche ist gescheitert.
Die nordkoreanische Delegation unter Leitung von Kabinettsminister Kwon Ho-ung ist am Donnerstag, einen Tag früher als ursprünglich geplant, nach Pjöngjang zurückgekehrt. Für den Abbruch der Gespräche macht der Norden die südkoreanische Regierung verantwortlich.
Nordkorea hat in einer Erklärung behauptet, dass Südkorea nur Themen angesprochen habe, für die das Ministertreffen nicht gedacht sei. Nordkorea kritisierte, dass der Süden nicht begreife, von woher die militärische Bedrohung gegen die koreanische Halbinsel komme.
Südkoreas Chefdelegierter und Vereinigungsminister Lee Jong-seok sagte, zwar gebe es noch Wünsche. Die Beendigung der Gespräche zu diesem Zeitpunkt sei jedoch kein Misserfolg, da sich beide Seiten ausreichend ausgetauscht hätten.
Es ist das erste Mal seit der sechsten Runde im November 2001, dass eine Ministerrunde ohne gemeinsame Erklärung zu Ende ging.
Bei den am Montag aufgenommenen Gesprächen hat der Süden Nordkorea dazu aufgerufen, sich an das Raketentestmoratorium von 1999 zu halten. Seoul wollte zudem die bilaterale wirtschaftliche Zusammenarbeit, darunter Reis- oder Düngerlieferungen, nicht ansprechen.
Nordkorea bekräftigte seine Position, dass die Raketentests Teil eines Routinemanövers gewesen seien. Nordkorea bat zudem um eine halbe Million Tonnen Reis mehr als bei den letzten Gesprächen.