Der UN-Sicherheitsrat hat Nordkorea aufgerufen, seine Raketentests
einzustellen.
In einer einstimmig verabschiedeten Resolution sind alle UN-Mitgliedsstaaten dazu aufgefordert worden, Nordkorea keine technische und finanzielle Unterstützung für das Raketenprogramm oder die
Entwicklung von Massenvernichtungswaffen zukommen zu lassen.
Nordkorea wurde zudem dazu aufgefordert, unverzüglich seinen Verzicht auf weitere Raketentests zu erklären und zum Verhandlungstisch der Sechser-Nukleargespräche bedingungslos zurückzukehren.
Der Resolution stimmten alle 15 Mitgliedsstaaten des Sicherheitsrates zu. Die Verabschiedung der Resolution kam erst zehn Tage nach den international scharf kritisierten Starts von sieben Raketen, darunter eine Langstreckenrakete, weil China gegen den von Japan eingereichten Entwurf war. Der von Japan vorgelegte Resolutionsentwurf hatte Sanktionen vorgesehen und Nordkorea einer Gefährdung des Weltfriedens gemäß der UN-Charta beschuldigt. Die Vetomächte China und Russland hatten ihrerseits eine abgeschwächte Vorlage eingereicht, die Nordkorea lediglich zu einem Testmoratorium anhält, statt dieses verbindlich zu verlangen.
Für die in Japans Entwurf vorgesehene Erwähnung des Kapitels VII der UN-Charta konnte kein Konsens gefunden werden. In der verabschiedeten Resolution heißt es, dass der Sicherheitsrat bei der Verabschiedung derselbigen in besonderer Verantwortung für den Frieden und die Stabilität der Welt handle.
Nordkorea hat indes erklärt, die UN-Resolution abzulehnen. Zur
Verbesserung der Selbstverteidigungsfähigkeit wolle das Land künftig weitere Raketen starten, betonte UN-Botschafter Park Kil-yon in einer Erklärung. Die südkoreanische Regierung hat allerdings erklärt, die UN-Resolution gegen Nordkorea zu unterstützen.