Südkorea und China wollen sich verstärkt um eine Rückkehr Nordkoreas an den Verhandlungstisch bemühen.
Der südkoreanische Präsident Roh Moo-hyun und der chinesiche Präsident Hu Jintao hätten am Freitag in einem 30minütigen Telefongespräch ihre Besorgnis wegen der jüngsten nordkoreanischen Raketentests geäußert und vereinbart, zur Reduzierung der Spannungen in der Region zusammenzuarbeiten, sagte ein Sprecher Rohs in Seoul.
Beide Länder würden verschiedene Wege suchen, die Sechs-Länder-Gespräche über das umstrittene nordkoreanische Raketenprogramm wiederaufzunehmen.
Zu diesem Zweck sollten auch südkoreanische und chinesische Diplomaten am Rande des Regionalforums der Vereinigung südostasiatischer Länder (ASEAN) in der nächsten Woche in Kuala Lumpur eine entsprechende Initiative starten.
Roh habe im Gespräch mit Hu die Notwendigkeit für eine baldige Fortsetzung der Sechser-Gespräche betont, hieß es. Nordkorea weigert sich seit November, zu den Gesprächen zurückzukehren, an denen auch Südkorea, die USA, China, Russland und Japan teilnehmen.
China hatte in der vergangenen Woche im UN-Sicherheitsrat für eine Resolution gestimmt, in der die nordkoreanischen Raketentests einstimmig verurteilt werden.