Nordkorea hat heute die vereinbarten Feierlichkeiten mit Südkorea zum Befreiungstag am 15. August abgesagt.
Als Grund habe die nordkoreanische Seite die Schäden durch die jüngsten Überschwemmungen im Land genannt, teilte das Vereinigungsministerium in Seoul mit. Zahlreiche Nordkoreaner seien zur Behebung der Flutschäden mobilisiert worden, habe es in einem Telegramm geheißen.
Süd- und Nordkorea hatten seit ihrem ersten Gipfeltreffen im Juni 2000 den Tag der Befreiung von der japanischen Kolonialherrschaft jedes Jahr mit gemeinsamen Gedenkveranstaltungen begangen. In diesem Jahr sollten die Veranstaltungen mit Vertretern südkoreanischer Bürgergruppen und Mitgliedern eines innerkoreanischen Komitees zur Verwirklichung der gemeinsamen Gipfelerklärung in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang stattfinden.
Bei den Unwettern in Nordkorea waren im Juli nach Angaben internationaler Hilfsorganisationen mindestens 154 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 127 Menschen gelten noch immer als vermisst.