Innerkoreanisches
Südkorea: Kim Jong-il erhält kein Geld aus dem Kaesong-Projekt
Write: 2006-11-07 18:22:35 / Update: 0000-00-00 00:00:00
Die nordkoreanische Regierung und Machthaber Kim Jong-il erhalten nach südkoreanischen Angaben keine und nur wenige Devisenbeträge, die beim Betrieb des innerkoreanischen Industrieparks in Gaesung abfallen.
Es sei bestätigt worden, dass das meiste Geld, das in Form von Löhnen an die nordkoreanischen Arbeiter ausgezahlt werde, für den Einkauf von Artikeln des täglichen Bedarfs für die Arbeitskräfte benutzt werde, teilte heute das Vereinigungsministerium in Seoul mit.
Bei einem Treffen mit Ministeriumsbeamten habe ein koreanisch-australischer Geschäftsmann der Handelsfirma Lobana Trading in Australien, Song Young-dung, gesagt, dass ein Gemeinschaftsunternehmen in Nordkorea Lebensmittel und andere Güter zur Verteilung unter den Arbeitern in Gaesung importiere. Das Joint-Venture zwischen Lobana Trading und Nordkorea sei dazu im Januar 2005 gegründet worden.
Im März habe Nordkorea 219.000 Dollar an Songs Unternehmen überwiesen, um Güter aus anderen Ländern zu beschaffen, hieß es. Der Betrag stelle 74 Prozent der ausgezahlten März-Löhne an die nordkoreanischen Arbeiter in Kaesong in Höhe von insgesamt 295.000 Dollar dar. Von dem Monatslohn von etwa 600 Dollar behalten die nordkoreanischen Behörden direkt rund 45 Prozent ein.
Die Angaben des Vereinigungsministeriums erfolgten nach zunehmender Kritik an dem Gemeinschaftsprojekt in Nordkorea. Kritiker meinen, dass Nordkorea die Wirtschaftsprojekte mit Südkorea dazu nutze, um sein Atomwaffenprogramm zu finanzieren.
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