Innerkoreanisches
Menschenrechtskommission will sich nicht mit Nordkoreas Menschenrechtsfragen befassen
Write: 2006-12-12 18:01:22 / Update: 0000-00-00 00:00:00
Die staatliche Menschenrechtskommission Südkoreas will sich nicht mit der Menschenrechtslage in Nordkorea befassen.
Fälle von Menschenrechtsverletzungen in Nordkorea könnten nicht Untersuchungsgegenstand der südkoreanischen Kommission werden, teilte die Kommission in einer offiziellen Erklärung mit. Es fehle eine gesetzliche Grundlage dafür, und die südkoreanische Regierung habe darüber hinaus keinen wirksamen politischen Einfluss auf Nordkorea, verlautete die Begründung. Diese offizielle Stellung veröffentlichte die Kommission nun nach fast vierjähriger Diskussion.
Die Kommission räumte ein, dass bei ihrer Schlußfolgerung die Beziehungen zu Nordkorea berücksichtigt wurden. Sie sehe ihre Aufgaben darin, die Politik der südkoreanischen Regierung zu Menschenrechtsproblemen in Nordkorea zu überprüfen. Weiterhin befassen wolle sie sich außerdem mit Problemen der nordkoreanischen Flüchtlinge, der südkoreanischen Kriegsgefangenen, der südkoreanischen Entführungsopfer sowie von Angehörigen getrennt lebender Familien.
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