Das südkoreanische Verteidigungsministerium hat die Stärke der nordkoreanischen Streitkräfte als „ernsthafte Bedrohung“ eingestuft.
In dem am Freitag vorgelegten jährlichen Weißbuch heißt es, dass konventionelle Waffen, das Nuklearprogramm, Massenvernichtungswaffen und die grenznahe Stationierung von Bodentruppen eine „ernsthafte Bedrohung“ darstellten. Die Gefahr wird damit um eine Stufe höher eingeschätzt als im Weißbuch von 2004, als die Formulierung „direkte militärische Bedrohung“ benutzt worden war.
Das Wehrressort nannte als seine Ziele den Schutz des Landes vor Bedrohungen von außen und Invasionen, die Unterstützung einer friedlichen Wiedervereinigung sowie einen Beitrag zur regionalen Sicherheit und zum Weltfrieden leisten zu wollen.
Erstmals wurden in der öffentlichen Diskussionsschrift Formulierungen gebraucht, wonach für den Schutz der Nation Priorität auf die Vorbereitung auf bestehende militärische Bedrohungen durch Nordkorea gelegt werden müsse.