Nordkorea soll bei den laufenden Atomgesprächen die Lieferung von zwei Millionen Kilowatt Energie für die Aussetzung seines Atomprogramms gefordert haben.
Nordkorea will für 60 Tage, an denen das Land die ersten Schritte zur Umsetzung der gemeinsamen Erklärung von 2005 einleitet, mit der entsprechenden Menge von Alternativenergie versorgt werden. Welcher Energieträger geliefert werden sollte, werde den übrigen fünf Verhandlungsparteien überlassen. Spekulationen in Peking zufolge soll Nordkorea die Lieferung von Schweröl gemeint haben.
Nordkorea hat darüber hinaus Bereitschaft signalisiert, dass in einem Schlussdokument der diesmaligen Atomgespräche die “Schließung” des Reaktors in Youngbyun vorgeschrieben werden sollte. Dafür sollten jedoch noch mehr Gegenleistungen garantiert werden, hieß es. Nordkorea beharrte bisher darauf, den Reaktor höchstens außer Betrieb setzen zu wollen.
Am dritten Tag der Atomgespräche führten die sechs Teilnehmerstaaten diverse bilaterale sowie multilaterale Diskussionen über den Vorschlag Chinas für ein gemeinsames Schlussdokument. Es wird erwartet, dass China nach ersten Diskussionen eine Korrektur des Entwurfs vorlegt.