Die südkoreanische Regierung will mit Nordkorea Diskussionen über die Schaffung einer Grundlage für Rüstungskontrolle führen.
Plänen des Vereinigungsministeriums für das laufende Jahr zufolge will sich die Regierung für den Abbau militärischer Spannungen und den Aufbau von Vertrauen einsetzen, um die Grundlage für ein Friedenssystem auf der koreanischen Halbinsel zu schaffen.
In der ersten Phase will Südkorea versuchen, die Einigung über den Nichtangriff im innerkoreanischen Grundlagenabkommen von 1992 umzusetzen. Dafür will die Regierung bei den morgen beginnenden Regierungsgesprächen die regelmäßige Durchführung bilateraler Militärgespräche thematisieren.
Die Rüstungskontrolle umfasst die Abrüstung sowie Reduzierung der Soldatenzahl. Obwohl im innerkoreanischen Grundlagenabkommen festgeschrieben, ist es das erste Mal, dass die Regierung konkrete Pläne für die Umsetzung der Vorgabe aufgestellt hat. Politische Beobachter sehen darin den Willen der Regierung, militärische Spannungen auf der Halbinsel abzubauen. Auf dem Weg zur Friedensordnung, die auch in der jüngsten Nuklearvereinbarung vom 13. Februar erwähnt wird, sei der Schritt zwingend.
Im vor 15 Jahren geschlossenen Grundlagenabkommen heißt es, dass der Aufbau von militärischem Vertrauen sowie die Abrüstung beraten bzw. vorangetrieben werden solle, darunter die Vernichtung von Massenvernichtungsmitteln.