Beide Koreas haben ihre Ministergespräche in Pjöngjang fortgesetzt.
Am zweiten Tag der Gespräche schlug Südkorea unter anderem die Veranstaltung der nächsten Runde der Zusammenführung getrennt lebender Familien im März sowie die Wiederaufnahme der Bauarbeiten an einem permanenten Treffpunkt für getrennte Familien im nordkoreanischen Geumgang-Gebirge vor. Südkoreas Vereinigungsminister Lee Jae-jung forderte Nordkorea dazu auf, für eine Lösung der Probleme im Zusammenhang mit südkoreanischen Kriegsgefangenen sowie Entführungsopfern in Nordkorea zu kooperieren. Er schlug darüber hinaus weitere gemeinsame Wirtschaftsprojekte vor. In der ersten Jahreshälfte sollten außerdem Testfahrten auf den innerkoreanischen Schienenstrecken durchgeführt werden.
Sein nordkoreanischer Gegenüber, Kabinettssekretär Kwon Ho-woong, äußerte auf die südkoreanische Forderung nach einer weiteren Familienzusammenführung, dass alle humanitären Projekte fortgeführt werden müssten. Darüber hinaus sollten die Gespräche zwischen den Rotkreuzverbänden ebenfalls wieder aufgenommen werden. Vorgeschlagen wurde außerdem die Veranstaltung weiterer Gespräche des gemeinsamen Ausschusses für Wirtschaftskooperation in Pjöngjang. Die südkoreanische Regierung müsse Gesetze sowie Institutionen abschaffen, die die Ideologie sowie das System Nordkoreas ablehnen, hieß es weiter.
Der nordkoreanische Chefunterhändler wies jedoch die Anschuldigung Südkoreas über den Raketen- sowie Atomtest Nordkoreas zurück. Es handele sich um das Recht eines souveränen Staates zur Selbstverteidigung, hieß es.