Der frühere Ministerpräsident und Sonderberater des Präsidenten für politische Anglegenheiten Lee Hai-chan ist zu einem viertägigen Besuch in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang nach Schenyang in China aufgebrochen.
Auf einer Pressekonferenz vor dem Abflug sagte Lee, er fungiere nicht als Vertreter der Regierung, sondern der Uri-Partei. Er wolle über den innerkoreanischen Wirtschaftsaustausch oder die humanitäre Hilfe allgemein sprechen. Da er jedoch nicht die Regierung vertrete, sei mit konkreten Einigungen nicht zu rechnen. Durch einen umfassenden Meinungsaustausch wolle er dazu beitragen, dass eine stabile und systematische koreanische und nordostasiatische Friedensordnung etabliert wird.
Diskussionen über ein zweites innerkoreanisches Gipfeltreffen hält Lee für verfrüht. Die Diskussionen seien erst möglich, nachdem ein fester Zeitplan für Nordkoreas Atomwaffenverzicht ausgearbeitet wurde. Der Uri-Abgeordnete Lee Hwa-young, der Lee begleitet, wollte die Möglichkeit nicht ausschließen, dass neben verschiedenen anderen Themen auch ein Gipfeltreffen angesprochen wird.
Ein Treffen mit Nordkoreas Staatschef Kim Jong-il sei hingegen nicht geplant. Um ein Treffen mit Kim wolle er in Pjöngjang nicht bitten, so der frühere Ministerpräsident.
Auf dem Rückweg wird Lee in Peking mit dem chinesischen Staatskommissar Tang Jiaxuan zusammenkommen und anschließend auch die USA besuchen.