Nordkorea hat am ersten Tag der Sechser-Atomgespräche in Peking öffentlich seine Bereitschaft erklärt, wieder Mitglied der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zu werden.
Dies verlautete aus diplomatischen Kreisen in Peking. Der nordkoreanische Atomunterhändler Kim Kye-gwan habe auf der Sitzung am Montag gesagt, dass Nordkorea nach der Schließung seiner Atomanlagen wieder Mitglied der UNO-Behörde werden wolle. Zurzeit wird mit einem Beitritt Ende März oder spätestens Anfang April gerechnet. Zu dieser Zeit sollte Nordkorea seinen Atomreaktor in Youngbyun außer Betrieb setzen, und wieder Inspekteure der Atombehörde ins Land lassen. Als Ausgleichsleistung werden 50.000 Tonnen Schweröl in das kommunistische Land geliefert.
Nordkorea würde mit dem frühen Beitritt zur IAEA die Maßnahmen zur Entnuklearisierung schneller als erwartet umsetzen. Nordkorea war im Jahre 1994 aus der Organisation ausgetreten.