Drei nordkoreanische Botschaftsflüchtlinge sind heute in Seoul eingetroffen. Es handelt sich um Song Yong-bum, Cha Kwang-bok und Choi Kwang-chul, die am 8. und 9. Mai ins US-amerikanische Konsulat im chinesischen Shenyang eingedrungen waren. Sie haben heute früh China verlassen und sind über Singapur nach Korea gekommen. Nach Angaben eines Beamten des südkoreanischen Außenministeriums sollen die Nordkoreaner ausgesagt haben, dass sie mit Hilfe von Nicht-Regierungsorganisationen ins US-Konsulat eindringen konnten. In Bezug auf die weiteren zwei Nordkoreaner, die am 11. Mai in die kanadische Botschaft in Peking geflüchtet waren, deutete der Beamte an, dass sie bald in ein Drittland ausreisen werden. Die entsprechenden Verhandlungen zwischen Kanada und China seien im Gange. Die Entscheidung über die fünf Nordkoreaner, die bei der Flucht ins japanische Konsulat in Shenyang von der chinesischen Polizei festgenommen wurden, würde jedoch wegen der diplomatischen Konflikte zwischen China und Japan noch eine Weile auf sich warten lassen. Aus diplomatischen Kreisen hieß es aber, dass sie höchstwahrscheinlich um den 16. Mai über ein Drittland nach Südkorea reisen können.