Präsident Roh Moo-hyun hat eingeräumt, in der Vergangenheit über seine Vertrauten inoffizielle Gespräche mit Nordkorea geführt zu haben.
Er habe Ahn Hee-jung, einen seiner engsten Vertrauten, im vergangenen Oktober nach Peking entsandt. Dieser soll nach Medienberichten mit einem nordkoreanischen Regierungsoffizier Gespräche geführt haben. Roh sagte, er habe die Möglichkeit sowie Nützlichkeit eines inoffiziellen Kontaktkanals mit dem Norden prüfen wollen. Aus der Pekinger Kontaktaufnahme sei jedoch nichts geworden.
Roh widersprach darüber hinaus der Kritik der Opposition, dass die Kontaktaufnahme seines Vertrauten mit Nordkoreanern gesetzeswidrig sei, da sie vorher nicht offiziell genehmigt worden sei. Roh sagte, er habe von seinen Befugnissen als Staatspräsident Gebrauch gemacht. Das Vorgehen sei daher weder politisch noch rechtlich problematisch gewesen.
Der genaue Zweck der Kontaktaufnahme in Peking ist nicht bekannt. Medien spekulieren jedoch, dass die beiden Koreas über die Möglichkeit eines innerkoreanischen Gipfeltreffens beraten hätten.