Zwei nordkoreanische Botschaftsflüchtlinge werden für morgen in Seoul erwartet. Es handelt sich dabei um die Nordkoreaner, die am 11. Mai in der kanadischen Botschaft in Peking Zuflucht gesucht hatten. Das Ehepaar wird aus Singapur kommend in Südkorea eintreffen. Die weiteren fünf Nordkoreaner, Verwandte der Chang Gil-su Familie, die im Juni letzten Jahres ins UN-Hochkommissariat für Flüchtlingsfragen (UNHCR) in Peking geflüchtet waren, sollen morgen auf die Philippinen aufbrechen, hieß es aus Peking. Auch sie werden in Seoul erwartet. Damit hat China de facto die Forderung der japanischen Regierung abgelehnt, die Verwandten der Chang Gil-su Familie an Japan zu übergeben. Japan hat gegenüber China dagegen protestiert, dass chinesische Sicherheitskräfte durch die Entfernung der fünf Nordkoreaner vom Gelände des japanischen Konsulats in Shenyang die in der Wiener Konvention festgeschriebene Exterritorialität diplomatischer Vertretungen verletzt habe. Dagegen behauptet China, dass die Festnahme mit Einwillung des japanischen Konsulatspersonals erfolgt sei. Unterdessen sind gestern drei Nordkoreaner aus Peking über ein Drittland in Südkorea eingetroffen.