Bei den innerkoreanischen Rotkreuzgesprächen konnte für südkoreanische Kriegsgefangene sowie Entführungsopfer in Nordkorea keine humanitäre Lösung gefunden werden.
Südkorea konnte seine Forderung, für die Kriegsgefangenen und Entführten eine neue Runde der Veranstaltung zur Zusammenführung mit den Angehörigen im Süden einzuführen, nicht durchsetzen. Vereinbart werden konnte daher lediglich, die Frage im Rahmen der bilateralen Bemühungen zur Zusammenführung getrennter Familien zu behandeln. Die Verhandlungen im Geumgang-Gebirge zögerten sich wegen dieser Auseinandersetzung über die Nacht zum Freitag hinaus. Nordkorea wies konsequent die Existenz von Kriegsgefangenen sowie Entführten zurück, so dass diese im Vereinbarungsdokument nur als „Personen, die während oder nach dem Krieg vermisst wurden“, bezeichnet werden konnten.
Die beiden Koreas vereinbarten außerdem neue Runden der Videoschaltungen für getrennte Familien am Tag der nationalen Unabhängigkeit am 15. August und zum Erntedankfest. Treffen sollten außer der bereits vereinbarten Runde am 9. Mai zusätzlich noch zum Erntedankfest im Herbst durchgeführt werden. Der Austausch von Videobriefen zwischen getrennten Familien wird ebenfalls zum Erntedankfest erstmals stattfinden. Die nächste Runde der Rotkreuzgespräche wird Ende Oktober im nordkoreanischen Geumgang-Gebirge veranstaltet.