Südkorea und Thailand haben Beratungen über das Schicksal von nordkoreanischen Flüchtlingen aufgenommen.
Das gab Außenminister Song Min-soon bekannt. Der Ressortchef wies außerdem Behauptungen einer Bürgergruppe zurück, wonach sich Seoul nicht ausreichend um die Probleme der Flüchtlinge kümmere. Ein Regierungsvertreter fügte hinzu, dass Südkorea an dem Prinzip festhalte, nordkoreanische Flüchtlinge zu unterstützen.
In Thailand waren am Dienstag 400 nordkoreanische Flüchtlinge in einem Untersuchungsgefängnis in den Hungerstreik getreten. Nach Angaben der Bürgergruppe „Kampagne gegen die Repatriierung von nordkoreanischen Flüchtlingen“ verweigerten 100 Männer und 300 Frauen die Nahrungsaufnahme. Sie protestierten, da die Regierung in Seoul bei der Verleihung des Asylstatus nicht ausreichend kooperiere.
Zurzeit steigt die Zahl der Nordkoreaner, die über China und Laos nach Thailand fliehen trotz strenger Kontrollen der dortigen Polizei drastisch an.