Innerkoreanisches
Südkorea will Reishilfe für Nordkorea verschieben
Write: 2007-05-24 15:27:57 / Update: 0000-00-00 00:00:00
Südkorea will seine Reishilfe für Nordkorea erst beginnen, nachdem das kommunistische Land seinen Verpflichtungen aus der gemeinsamen Nuklearvereinbarung vom 13. Februar nachgekommen ist.
Dies berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf einen Regierungsbeamten in Seoul. Damit konkretisierte die Regierung ihre Stellungnahme bei den jüngsten Wirtschaftsgesprächen mit Nordkorea. Südkorea hatte damals der Lieferung von 400.000 Tonnen Reis auf der Basis eines Langzeitkredits nur unter der Voraussetzung zugestimmt, dass Zeitpunkt sowie Tempo der Lieferung abhängig von der Umsetzung der Nuklearvereinbarung durch Nordkorea festgelegt würden. Nordkorea setzte bislang wegen der Auseinandersetzungen um die Überweisung seiner Gelder in Macao die Pekinger Vereinbarung nicht um. Die für Ende Mai vereinbarte Verschiffung der ersten Reislieferung kann somit höchstwahrscheinlich nicht erfolgen.
Beobachter befürchten daher Verstimmungen zwischen beiden Koreas bei dem bevorstehenden bilateralen Ministergespräch in Seoul. Wie Yonhap weiter berichtete, wiesen jedoch mehrere Regierungsbeamte Medienberichte darüber zurück, dass die USA Südkorea zur Verschiebung der Reishilfe aufgefordert hätten.
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