Laut Südkoreas Vereinigungsminister Lee Jae-jeoung steht die Verschiebung der Reislieferung an Nordkorea nicht im Zusammenhang mit der ausbleibenden Umsetzung der Pekinger Nuklearvereinbarung durch das kommunistische Land.
Südkorea wolle seine humanitäre Hilfe für den Bruderstaat unabhängig von der Entwicklung im multilateralen Atomstreit durchführen. Als Grund für die Verschiebung der Reishilfe nannte er wörtlich „diverse Umstände in Bezug auf den Friedensprozess auf der koreanischen Halbinsel“. Die öffentliche Meinung in Südkorea müsse ebenfalls berücksichtigt werden, fügte er hinzu. Beobachter spekulieren, dass auch der jüngste nordkoreanische Raketentest negative Auswirkungen auf die Auswahl des Zeitpunktes für den Beginn der Hilfe habe.
Befürchtungen über negative Folgen der Verschiebung der Hilfslieferungen auf das innerkoreanische Ministertreffen bezeichnete der südkoreanische Minister als grundlos. Es gehe nicht darum, ob Südkorea Reis liefert oder nicht, sondern nur um den Termin der Lieferung.