Das innerkoreanische Ministertreffen ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen.
Der Streit um die Entscheidung der südkoreanischen Regierung, die geplante Reishilfe für Nordkorea zu verschieben, stand den beiden Delegationen dabei im Wege, eine Einigung in anderen bilateralen Fragen zu erreichen. Sie konnten sich nicht einmal auf eine gemeinsame Erklärung zum Abschluss der viertägigen Gespräche sowie einen Termin für das nächste Treffen einigen.
Südkorea hatte zuletzt beschlossen, die vereinbarte Lieferung von 400.000 Tonnen Reis an Nordkorea so lange zu verschieben, bis Nordkorea seine Verpflichtungen gemäß der multilateralen Pekinger Nuklearvereinbarung erfüllt. Es werden daher weiterhin Verstimmungen in den bilateralen Beziehungen erwartet, bis ein Durchbruch im Atomstreit erreicht wird. Nordkorea drohte beim Ministertreffen in Seoul mit dem Abbruch des Programms für die Zusammenführung getrennter Familien, sollte die Reislieferung weiterhin ausbleiben.