Nordkorea hat für seine Arbeiter im innerkoreanischen Industriekomplex in Gaesung eine Lohnerhöhung gefordert.
Nach Angaben des südkoreanischen Vereinigungsministeriums handelt es sich um eine 15-prozentige Erhöhung des Grundgehaltes. Für den Fall, dass Südkorea ablehnt, hatte die Pjöngjanger Regierung mit der Verweigerung von Überstunden gedroht.
Nordkorea hatte seit 2004 einige Male Lohnerhöhungen gefordert, jedoch ohne Erfolg. Zurzeit zahlen die südkoreanischen Unternehmen im Industriekomplex ihren nordkoreanischen Arbeitern monatlich 57,50 Dollar pro Person. 7,50 Dollar sind als Beitrag zur Sozialversicherung gedacht. Nach den Arbeitsregelungen Nordkoreas für den Gaesung-Komplex beträgt der Mindestlohn 50 Dollar. Eine Lohnerhöhung um bis zu fünf Prozent ist möglich.
Das südkoreanische Vereinigungsministerium erklärte Bereitschaft zur Verhandlung.