In der Seouler Regierung ist es zu Differenzen über die geplante Errichtung der innerkoreanischen Fischfangzone im Westmeer gekommen.
Unterschiedliche Aussagen des Vereinigungsministers und des Verteidigungsministers vor dem Parlament lösten eine Diskussion über die Kriterien für die Bestimmung der Zone aus. Vereinigungsminister Lee Jae-jeoung sagte am Mittwoch, dass die Nördliche Grenzlinie (NLL), die Grenze im Westmeer, nicht unbedingt exakt durch die Mitte der gemeinsamen Fischfangzone verlaufen müsse. Seine Aussage weicht von der bisherigen Position der Seouler Regierung ab, dass die Fischfangzone die Grenzlinie in der Mitte haben und auf beiden Seiten identische Abmessungen aufweisen müsse.
Nordkorea fordert, dass die Zone südlich von der Grenzlinie eingerichtet werden müsse. Südkoreas Verteidigungsminister Kim Jang-soo bekräftigte jedoch das Prinzip der Unverletzbarkeit der Grenze. Die Einrichtung der Friedenszone mache andernfalls keinen Sinn, hieß es.