Vertreter Süd- und Nordkoreas haben am zweiten Tag des Ministerpräsidententreffens in Seoul ihre Beratungen über die Umsetzung der innerkoreanischen Gipfelerklärung vom Oktober fortgesetzt.
Beide Seiten schlugen vor, welche Themen aus der zehn Punkte umfassenden Gipfelerklärung vorrangig behandelt werden sollten. Die südkoreanische Delegation vertrat die Position, dass zunächst die Einrichtung einer sogenannten „Sonderzone für Frieden und Kooperation an der Westküste“ realisiert werden sollte. Deregulierung im innerkoreanischen Industriekomplex Gaesung, der Bau einer gemeinsamen Werftenanlage und die Erweiterung des Programms für Familienzusammenführungen gehören ebenfalls zu den Bereichen, die bei der Umsetzung Priorität genießen sollen.
Die nordkoreanische Seite will die gemeinsame Nutzung der Schienen zwischen Gaesung und Shineuiju und Schnellstraßen zwischen Gaesung und Pjöngjang mit Vorrang vorantreiben. Angesichts des Baus einer gemeinsamen Werftenanlage und der Belebung des Industrieparks in Gaesung schlossen sich die nordkoreanischen Vertreter der Meinung der südkoreanischen Seite an.
Nach Angaben eines Regierungsbeamten konnten beide Seiten am ersten Tag des Treffens nicht alle Meinungsunterschiede abbauen. Unter Berücksichtigung der positiven Stimmung beim Treffen ist er aber optimistisch, dass beide Seiten noch Einigungen erzielen werden.
Das innerkoreanische Ministerpräsidententreffen geht am Freitag zu Ende.