Die Ministerpräsidenten Süd- und Nordkoreas, Han Duck-soo und Kim Young-il, haben am zweiten Tag ihres Treffens in Seoul in drei Bereichen Annäherungen erzielt.
Der Sprecher des südkoreanischen Vereinigungsministeriums Kim Nam-sik teilte mit, beide Seiten hätten vereinbart, ein Gremium für die Einrichtung der Sonderzone für Frieden und Kooperation an der Westküste zu gründen. Beide Seiten setzten ihre Diskussionen darüber fort, in diesem Gremium Unterausschüsse für die Bestimmung einer gemeinsamen Fischfangzone und die Wirtschaftssonderzone in Haeju in Nordkorea einzurichten.
Der Güterverkehr auf Schienen zwischen Munsan in Südkorea und Bongdong in Nordkorea soll noch in diesem Jahr gestartet werden. Über das genaue Datum werde noch verhandelt.
Vereinbart wurde außerdem, dass beide Teilstaaten für einen regen Kulturaustausch ein gemeinsames Gremium ins Leben rufen werden, hieß es.
Der Sprecher gab weiter bekannt, dass die nordkoreanische Seite bisher höchste Priorität auf die Modernisierung der Schienen und Schnellstraßen in Nordkorea für die gemeinsame Nutzung gesetzt hat. Konkrete Einigungen in der Frage habe es noch nicht gegeben, hieß es weiter.
Das erste innerkoreanische Ministerpräsidententreffen in Seoul geht am Freitag zu Ende.