Die Ministerpräsidenten Süd- und Nordkoreas haben ihr dreitägiges Gespräch in Seoul mit einer Reihe von Einigungen abgeschlossen.
Sie veröffentlichten ein gemeinsames Vereinbarungsdokument mit 49 detaillierten Abmachungen. Vereinbart wurde die Aufnahme des grenzüberschreitenden Güterverkehrs auf der Strecke zwischen dem südkoreanischen Munsan und dem nordkoreanischen Bondong ab dem 11. Dezember. Im innerkoreanischen Industriepark im nordkoreanischen Gaesung sollten ab dem nächsten Jahr Internet und Festnetz vorhanden sein sowie drahtloses Telefonieren möglich sein. Noch in diesem Jahr sollten in Gaesung die Ein- und Ausreiseregelungen für Südkoreaner gelockert werden.
Für die Verwirklichung der Entwicklung einer gemeinsamen Sonderzone für Frieden und Kooperation an der Westküste sollte ein gemeinsames Sonderkomitee auf Ministerebene im kommenden Monat in Gaesung zur ersten Sitzung zusammenkommen. In der ersten Hälfte des nächsten Jahres sollten die beiden Koreas mit der Einrichtung einer gemeinsamen Fischfangzone im Westmeer beginnen. Ein konkreter Plan für die Entwicklung einer Wirtschaftssonderzone am Hafen von Haeju in Nordkorea und die Modernisierung des Hafens sollte nächstes Jahr festgelegt werden. Im nordkoreanischen Ahnbyun sollte in der ersten Hälfte des nächsten Jahres der erste Spatenstich für einen Schiffbauplatz gemacht werden. Die Modernisierung der nordkoreanischen Autobahnstrecke zwischen Gaesung und Pjöngjang und der Schienenstrecke zwischen Gaesung und Shineuiju sollte ebenfalls im kommenden Jahr aufgenommen werden.
Die Ministerpräsidenten einigten sich darüber hinaus darauf, zum neuen Jahr probeweise Videobriefe zwischen den getrennt lebenden Familien auszutauschen. Am 7. Dezember sollte das Büro für den im Bau befindlichen Treffpunkt für getrennte Familien im Geumgang-Gebirge fertig gestellt werden. Die Ministerpräsidentengespräche beider Koreas werden künftig in jedem Halbjahr veranstaltet werden. Das nächste Treffen soll in der ersten Hälfe des Jahres 2008 in Pjöngjang stattfinden.