Der südkoreanische Atomunterhändler Chun Young-woo hält es für möglich, das sogenannte Nunn-Lugar-Programm im Falle Nordkoreas anzuwenden.
Das Nunn-Lugar-Programm, auch CTR-Programm (Cooperative-Threat-Reduction) genannt, wurde von den US-Senatoren Sam Nunn und Richard Lugar im Jahre 1991 ins Leben gerufen und ermöglichte der US-Regierung, mehrere Milliarden Dollar für die Beseitigung von Atomwaffen und atomarer Materialien sowie für die Umschulung sowjetischer Atomexperten aufzuwenden.
Bei einem internationalen Forum in Seoul erklärte Chun Yung-woo, dass es Berichten zufolge ca. 5.000 Atomwissenschaftler in Nordkorea gebe. Sie müssten nach dem Abbau des Atomprogramms für friedliche Forschungszwecke eingesetzt werden. Es sei denkbar, dass Nordkorea im Rahmen eines Nunn-Lugar-Programms Natururan exportiere oder Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen baue, hieß es.