Präsident Lee Myung-bak hat die Entnuklearisierung der koreanischen Halbinsel als wichtigste Aufgabe in der Nordkorea-Politik der neuen südkoreanischen Regierung in den Vordergrund gestellt.
Nordkorea müsse das innerkoreanische Grundlagenabkommen aus dem Jahre 1991 achten, in dem sich beide Teilstaaten auf eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel geeinigt hatten. Dies sagte der Präsident zur Berichterstattung des Vereinigungsministeriums über dessen Agenda 2008. Die nordkoreanische Führung müsse sich darüber im Klaren sein, dass die Beilegung des Atomkonfliktes auch für Nordkorea von Vorteil ist. Ohne die Konfliktbeilegung sei die Intensivierung der innerkoreanischen Wirtschaftskooperation und darüber hinaus eine Wiedervereinigung schwer voranzutreiben. Südkorea werde aktiv daran arbeiten, dass der Atomstreit im Rahmen der Sechs-Parteien-Gespräche beigelegt werden kann.
Im Dialog mit Nordkorea forderte Lee einen Kurswechsel. Bei Verhandlungen mit Nordkorea würden künftig keine Resultate erlaubt sein, die bei der Bevölkerung keine Zustimmung finden. Präsident Lee sagte außerdem, dass die laufenden Gemeinschaftsprojekte mit Nordkorea, das Geumgang-Tourprogramm und der Industriepark im nordkoreanischen Gaesung, fortgesetzt würden. Südkorea wolle sich darüber hinaus um die Frage südkoreanischer Kriegsgefangener sowie Entführter mit Gewicht kümmern.