Nordkorea hat mit militärischen Schritten gegen Südkorea gedroht.
Als Begründung wurde eine feindselige Politik Seouls genannt, gab das südkoreanische Verteidigungsministerium bekannt. Bislang sei unklar, welche Schritte konkret gemeint seien. Das Ministerium schließt nicht aus, dass Beamten und Geschäftsleuten die Passage zum Industriepark in Gaesung unmöglich gemacht werde.
Die Drohung wurde in einem Telefongespräch zwischen Südkoreas Chefunterhändler bei den innerkoreanischen Militärgesprächen, Generalmajor Kwon Oh-sung, und seinem nordkoreanischen Gegenüber Generalleutnant Kim Yong-chol ausgesprochen. Kwon hatte in dem Telefonat versichert, dass der Süden nicht die Absicht habe, Konfrontation zu verursachen und sich an die bilaterale Einigung über den Nichtangriff halten werde.
Der südkoreanische Militär hatte seinen Ansprechpartner im Norden wegen Pjöngjangs harscher Kritik vom Samstag angerufen. Nordkorea hatte mit einem Abbruch des Dialogs gedroht, sollte Südkorea sich nicht für Aussagen des Generalstabschefs Kim Tae-young entschuldigen.
Dieser hatte vor einem parlamentarischen Ausschuss Verteidigungsmaßnahmen erörtert. Pjöngjang hatte die Aussage als Vorbereitung eines Angriffs fehlinterpretiert.