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Innerkoreanisches

Wasserversorgung in Seoul durch nordkoreanischen Damm gefährdet

Write: 2008-04-22 18:28:30Update: 0000-00-00 00:00:00

Nach Bekanntgabe des Vereinigungsministerium droht Bewohnern der nordwestlichen Gebiete von Seoul im Sommer aufgrund eines Staudamms auf nordkoreanischer Seite eine ernstzunehmende Dürre oder Flut.

Nordkorea begann im Jahr 2002 mit dem Bau des Hwanggang-Damms an einem Nebenfluss des Imjin und dürfte die Arbeiten vermutlich im August oder September fertig stellen. Der Damm befindet sich etwa 40 Kilometer nördlich der innerkoreanischen Grenze. Sein Fassungsvermögen erreicht 300 bis 400 Millionen Tonnen und reguliert 20 Prozent des Wassers in diesem Fluss.

Experten weisen darauf hin, dass im Falle einer massiven Stauung des Flusses durch die nordkoreanische Seite, die südkoreanischen Anlieger im unteren Flussverlauf schwer getroffen würden.

Nachdem Nordkorea mit dem Bau begonnen hatte, erfolgten regelmäßig Gespräche zur Vermeidung von Überflutungen und deren Schäden, jedoch sind diese momentan unterbrochen. Wie ein Sprecher des Ministeriums mitteilte, hatte Seoul mehrmals vor einseitigen Maßnahmen gewarnt, während Pjöngjang dies immer wieder ignoriert habe.

Als Gegenmaßnahme arbeitet Südkorea nun an zwei kleinen Staudämmen am Haupt- und einem Nebenlauf des Flusses. Laut Zeitungsberichten könnte ein Damm bereits dieses Jahr und der andere 2012 fertig gestellt werden. Experten sind der Meinung, dass Südkorea nicht genügend vorbereitet sei, sollte Nordkorea plötzlich größere Wassermengen stauen oder abfließen lassen.

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