Nordkorea hat den USA mehrere Kisten mit Unterlagen zu seinem Plutoniumprogramm überreicht.
US-Außenministeriumssprecher Sean McCormack gab am Donnerstag vor Reportern in Washington bekannt, dass die Delegation um Korea-Direktor Sung Kim beim Besuch in Pjöngjang die Aufzeichnungen aus der Sowjetära zum Reaktorbetrieb in Yeongbyeon erhalten habe. Kim würde außerdem eine bedeutende Anzahl von Dokumenten mitbringen, die mit Nordkoreas Plutoniumprogramm in Zusammenhang stehen.
Die Herausgabe des Materials gilt als größte diplomatische Errungenschaft Washingtons in jüngster Zeit in den Bemühungen um die Fortsetzung der Sechs-Parteien-Gespräche. Die Verhandlungen zur Lösung des Atomstreits mit Nordkorea waren ins Stocken geraten, weil das kommunistische Land die Herausgabe vollständiger Angaben zu seinen Atomprogrammen verweigerte. Ein entscheidendes Hindernis war die Klärung des Vorwurfs der Aktivitäten zur Plutoniumgewinnung.