Die USA haben ihren Plan, zur Wiederaufnahme des Dialogs mit Nordkorea, am 10. Juli einen Gesandten nach Pjöngjang zu entsenden, zurückgezogen. Der US-Außenministeriumssprecher Richard Boucher gab bekannt, dass dies gestern der nordkoreanischen Vertretung bei den Vereinten Nationen (UNO) mitgeteilt worden sei. Die Änderung des Plans begründete Boucher damit, dass Washington keine rechtzeitige Antwort vom Norden erhalten habe. Ihm zufolge habe Washington Nordkorea auch darüber informiert, dass das Seegefecht zwischen beiden koreanischen Teilstaaten im Gelben Meer eine für die Wiederaufnahme der Gespräche ungünstige Atmosphäre geschaffen habe. Das US-Außenministerium hatte dem Norden einen Tag vor dem Seegefecht mitgeteilt, den Staatssekretär für Ostasien und Pazifik, James Kelley, nach Pjöngjang entsenden zu wollen. Boucher deutete auch an, dass in absehbarer Zeit höchstwahrscheinlich kein neuer Besuchstermin vorgeschlagen werde.