Angesichts des Streits um die Todesschüsse auf eine Südkoreanerin in Nordkorea will Südkorea weitere Mitarbeiter aus dem Erholungsgebiet am nordkoreanischen Kumgang-Gebirge zurückziehen.
Wie das Vereinigungsministerium in Seoul mitteilte, hat Nordkorea dem zuständigen südkoreanischen Reiseveranstalter Hyundai Asan gegenüber angekündigt, dass die Zahl der Mitarbeiter in dem Feriengebiet an der Ostküste auf knapp 200 Personen beschränkt werden soll.
Bis Mittwoch will Südkorea deshalb 337 Personen, darunter 114 Landsleute und 223 Mitarbeiter anderer Nationalitäten, zurückrufen. Zurzeit befinden sich Angaben von Hyundai zufolge noch 536 Mitarbeiter am Kumgang-Gebirge.
Nordkorea hatte zuvor angekündigt, alle Mitarbeiter von südkoreanischen Organisationen auszuweisen, die das Land als “unnötig” betrachte.
Künftig sollen in der Ferienanlage noch 74 Südkoreaner und 125 Beschäftigte aus anderen Ländern die anfallenden Verwaltungsaufgaben übernehmen.
Südkorea hatte nach den tödlichen Schüssen vom Juli auf eine südkoreanische Touristin durch einen nordkoreanischen Soldaten die Reisen in das Gebirge ausgesetzt. Nach nordkoreanischen Angaben war die 53-jährige Frau in ein Sperrgebiet eingedrungen.