Nordkorea hat eine neue Diskussion über die Meeresgrenzen im Gelben Meer entfacht. Der Sprecher der nordkoreanischen Militärvertretung im Waffenstillstandsdorf Panmunjom forderte heute in einer Erklärung die südkoreanische Marine dazu auf, den Norden vorab über Einzelheiten zu informieren, falls das bei dem Gefecht am 29. Juni gesunkene Schiff geborgen werden soll. Dadurch könne man zu erwartende Vorfälle vermeiden, denn die Gewässer, in denen die Südkoreaner dann Bergungsarbeiten durchführen würden, stünden unter nordkoreanischer Hoheit. Die Nordkoreaner wollten daher über den Zeitpunkt sowie die Ausrüstung der Bergungsmannschaft frühzeitig informiert werden, hieß es. Ein südkoreanischer Regierungbeamter äußerte daraufhin, man sehe keinen Grund, auf Nordkoreas Forderung einzugehen. Das südkoreanische Schiff sei in südkoreanischen Hoheitsgewässern gesunken. Nordkorea jedoch behauptete in der Erklärung erneut, dass die Nördliche Grenzlinie (NLL) keine Gültigkeit besäße, da sie von den Vereinten Nationen (UNO) nach dem Koreakrieg einseitig festgelegt wurde.